Gehalt & Abrechnung · Veröffentlicht am 09. Juli 2026 · Zuletzt aktualisiert am 27. August 2026 · Dr.PayCheck Redaktion

Stundenlohn als Arzt berechnen: Formel & Beispiel | Dr.PayCheck

Stundenlohn als Arzt berechnen: Formel, Divisor und Beispielrechnung nach Tarif. Jetzt Dein Gehalt prüfen auf dr-paycheck.de.

Wie berechne ich als Arzt meinen Stundenlohn?

Dein Tarifvertrag nennt ein Monatsgehalt, keinen Stundenlohn. Für die Prüfung von Zuschlägen, Überstunden und Diensten brauchst Du aber genau diesen Wert. Denn viele Vergütungsbestandteile – von Überstunden bis zum Bereitschaftsdienst – bauen auf einem tariflichen Stundenwert auf. Wer als Arzt den Stundenlohn berechnen kann, versteht seine Gehaltsabrechnung deutlich besser.

Die Formel, um als Arzt den Stundenlohn zu berechnen

Der Stundenlohn ergibt sich aus Deinem monatlichen Tabellenentgelt geteilt durch einen festen Divisor. Die Formel lautet:

Stundenlohn = Monatsentgelt ÷ (4,348 × Wochenarbeitszeit)

Die einzelnen Bausteine bedeuten Folgendes. Das Monatsentgelt ist Dein tarifliches Tabellenentgelt – die passende Stufe dazu findest Du in Deinem Tarifvertrag. Die Wochenarbeitszeit ist Deine vertragliche Stundenzahl pro Woche; sie steht ebenfalls im Tarifvertrag oder auf Deiner Gehaltsabrechnung und beträgt meistens 40 Stunden. Die Zahl 4,348 ist ein fester Wert: Sie steht für die durchschnittliche Zahl der Wochen pro Monat, gerechnet über mehrere Jahre. Das Produkt aus 4,348 und Deiner Wochenarbeitszeit ergibt den Divisor.

Je nach Wochenarbeitszeit ergeben sich unterschiedliche Divisoren:

Wochenarbeitszeit Divisor (4,348 × h)
40 Stunden 173,92
39 Stunden 169,57
38,5 Stunden 167,40

Schau in Deinen Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag, etwa TV-Ärzte TdL, VKA, KF oder AVR Caritas, welche Wochenarbeitszeit für Dich gilt. Mit dem passenden Divisor lässt sich der Stundenlohn als Arzt sauber berechnen.

Beispielrechnung für den Stundenlohn

Ein Beispiel mit runden Zahlen: Angenommen, Dein monatliches Tabellenentgelt beträgt 5.600 Euro und Du arbeitest 40 Stunden pro Woche. Dann rechnest Du 5.600 Euro geteilt durch 173,92. Das ergibt einen Stundenlohn von rund 32,20 Euro.

Position Wert
Monatliches Tabellenentgelt 5.600 €
Wochenarbeitszeit 40 h
Divisor (4,348 × 40) 173,92
Stundenlohn ≈ 32,20 €

Bei einer 42-Stunden-Woche wäre der Divisor 4,348 mal 42, also rund 182,62. Setze immer Dein echtes Tabellenentgelt und Deine echte Wochenarbeitszeit ein, denn beide hängen von Entgeltgruppe, Stufe und Vertrag ab. Wichtig: Für Zuschläge zählt in der Regel das reine Tabellenentgelt, nicht das Gehalt inklusive aller Zulagen. Eine Besonderheit gilt für die Zeitzuschläge (Nacht, Sonntag, Feiertag): Sie werden beim TV-Ärzte TdL und VKA nicht aus Deiner individuellen Stufe, sondern aus dem Tabellenentgelt der Stufe 3 Deiner Entgeltgruppe berechnet. Deshalb solltest Du den Stundenlohn als Arzt immer aus dem richtigen Grundwert berechnen.

Häufige Fehlerquellen beim Stundenlohn

Bei der Berechnung schleichen sich oft Fehler ein. Erstens: der falsche Divisor. Wer mit der falschen Wochenarbeitszeit rechnet, bekommt einen falschen Stundenlohn – und damit falsche Zuschläge. Zweitens: die falsche Bezugsgröße. Manche rechnen mit dem Bruttogehalt inklusive Zulagen statt mit dem reinen Tabellenentgelt. Drittens: eine veraltete Entgelttabelle nach einer Tariferhöhung. Dr.PayCheck nimmt Dir diese Berechnung ab: Es ermittelt Deinen Stundenlohn automatisch aus Deinem Tarifvertrag und nutzt ihn als Grundlage, um Zuschläge und Dienste nachzurechnen.

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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Dr.PayCheck ist ein technisches Angebot zur Analyse von Gehaltsdaten. Das Angebot umfasst keine Tätigkeit als Lohnverrechner, Steuerberater oder Rechtsanwalt. Für verbindliche Auskünfte wende Dich an eine fachkundige Stelle.

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